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Teil I: Laos – Vorzeitiges Ende

Teil I: Laos – Vorzeitiges Ende

Laos – Tobias Breidenbach gibt abschließendes Statement und Resümee.

Leider hat auch mir das Corona-Virus einen Strich durch die Rechnung gemacht und ich musste meine Reise nach Laos vorzeitig abbrechen. Ich bedauere das sehr, weil ich jeden Tag viele Erfahrungen gemacht habe, die meinen Horizont nahezu stündlich erweitert haben. Dennoch war es eine verantwortungsbewusste und in meinen Augen alternativlose Entscheidung, die Heimreise anzutreten. Südostasien schottet sich gerade gegen Europa ab und wird zeitnah seinen kompletten Flugverkehr zu uns bis voraussichtlich Herbst einstellen. Ich habe eine der letzten Möglichkeiten genutzt. Meine nicht-laotischen Kollegen mussten am Tag nach meiner Abreise schon vom Apartment aus arbeiten und wurden separiert. Aufgrund einiger erkrankter europäischer Touristen ist die politische Stimmung gegen Europäer eindeutig: Raus, um eine Epidemie in Südostasien zu vermeiden…

 

Ich möchte meinen letzten Blogbeitrag dazu nutzen, meine Reise Revue passieren zu lassen und meine Erfahrungen einzuordnen. Ich bin nicht als Tourist in Vientiane angekommen, sondern als Lernwilliger. Im Vordergrund standen nicht die Ausflüge am Wochenende, sondern das Kennenlernen der Menschen und ihrer Lebensweise – speziell in den Dörfern etwas außerhalb der Metropole. Es ist nun an der Zeit, den laotischen Lebensstil mit unseren deutschen Angewohnheiten zu vergleichen und beide Lebensphilosophien kritisch zu reflektieren – auch um zu erläutern, was wir vielleicht noch von den Laoten lernen können und auf welche kleinen Dinge unseres Alltags wir doch einfach stolz sein können.
Die Laoten sind ein sehr aufgeschlossenes und freundliches Volk, das Fremde mit einer großen Neugier empfängt und sehr gastfreundlich ist. Gleichzeitig habe ich aber auch gespürt, dass sie sich für mich nicht verstellt haben, sondern trotzdem weiter ihre Gepflogenheiten an den Tag legen. Da Gastfreundschaft gegenüber Fremden auch bei uns in Deutschland immer wieder ein Thema ist, möchte ich unseren Fokus in der Betrachtung mal etwas verrücken. Warum diskutieren wir immer über den Fortbestand unserer Kultur und interessieren uns weniger für die spannenden neuen kulturellen Impulse von außen? – Es wird doch niemand von uns dazu gezwungen, seinen Charakter, seine Identität und seine Angewohnheiten zu ändern! Wir bekommen die Chance, neue Aspekte des Lebens zu sehen und Impulse für unser tägliches Leben zu bekommen und können davon sowohl persönlich als auch als Gemeinschaft profitieren. Ein bisschen laotische Neugier würde daher auch uns sehr gut tun.

 

Fortsetzung folgt…

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