Photovoltaik-Anlage: Mehr Unabhängigkeit dank Sonnenstrom

Photovoltaik-Anlage: Mehr Unabhängigkeit dank Sonnenstrom

Photovoltaik-Anlage: Mehr Unabhängigkeit dank Sonnenstrom

Scheint die Sonne am Himmel, sendet sie Unmengen Energie zur Erde. Mit einer Photovoltaik-Anlage lässt sich diese ohne Emissionen oder Verbrauchskosten in Strom umwandeln. In Speichern zwischengelagert, versorgt der Solarstrom daraufhin Stromverbraucher im Haushalt, Elektroheizungen oder E-Autos. Doch wie funktioniert das, worauf kommt es bei der Planung an und wie unterstützt der Staat die Anschaffung von Photovoltaik-Anlagen?

Solarmodule wandeln die solare Strahlung in Strom um

Eine Photovoltaik-Anlage macht kostenfreie Strahlungsenergie der Sonne im Haus nutzbar. Möglich ist das mit zahlreichen Solarzellen, die zu Solarmodulen und Solargeneratoren verschaltet sind. Jede einzelne Zelle besteht dabei aus Silizium, das an der Unter- und Oberseite mit unterschiedlichen Atomen verunreinigt wurde. Durch die sogenannte Dotierung sammeln sich Elektronen auf der einen und Protonen auf der anderen Seite. Scheint Licht auf die Zellen, bewegen sich die Elektronen und es fließt Gleichstrom.

Wechselrichter machen die elektrische Energie nutzbar

Da unser Stromnetz auf Wechselstrom ausgerichtet ist, lässt sich der Gleichstrom zu Hause jedoch nicht ohne Weiteres nutzen. Es ist also ein zusätzliches Bauteil nötig, das Gleich- in Wechselstrom umwandelt. Diese Aufgabe übernimmt der Wechselrichter, der fester Bestandteil von Photovoltaik-Anlagen ist. Er sitzt im Gebäude und stellt die Trennstelle zwischen Solaranlage und Stromnetz dar. Passiert elektrische Energie den Wechselrichter, lässt sie sich im eigenen Haus verbrauchen oder in das öffentliche Netz einspeisen.

Photovoltaik-Speicher steigern die Eigenverbrauchsrate

Bei steigenden Strompreisen lohnt sich vor allem der Eigenverbrauch. Ziel ist es also, einen Großteil der selbst erzeugten elektrischen Energie im eigenen Haus zu belassen. Die Herausforderung: Wir verbrauchen Strom in der Regel dann, wenn die Sonne nicht scheint.

Ein Speicher behebt diese Diskrepanz, indem er Sonnenstrom am Tag aufnimmt – abends, nachts und morgens lässt sich die Energie dann im Haus verbrauchen, auch wenn die Sonne gar nicht scheint. Liegt die Eigenverbrauchsrate ohne Stromspeicher bei etwa zehn bis 20 Prozent, steigt sie mit einem Akku auf etwa 60 bis 70 Prozent an.

Diese Punkte sind wichtig für Ihre Photovoltaik-Anlage

Damit sich die Investition in eine Photovoltaik-Anlage lohnt, ist eine individuelle Planung unerlässlich. Im Wesentlichen kommt es dabei auf Leistung, Ausrichtung, Neigung und Verschattung an. In puncto Leistung empfehlen Experten ein Verhältnis von mindestens einem Kilowatt peak (kWp) pro 1.000 Kilowattstunden (kWh) Stromverbrauch im Jahr. Wer also 4.000 kWh auf der letzten Energieabrechnung abliest, sollte eine Photovoltaik-Anlage mit mindestens 4 kWp installieren.

Abhängig von der Art der Solarzellen ist dazu eine freie und unverschattete Fläche von fünf bis sieben Quadratmetern (m²) nötig. Diese sollte im besten Fall mit einem Winkel von 35 Grad nach Süden zeigen. Abweichungen sorgen für geringere Erträge, die Sie mit einer größeren Fläche ausgleichen. Während die Installation auf Ost- und Westdächern in den meisten Fällen noch funktioniert, ist von einer Nordausrichtung eher abzuraten. Denn hier sinkt der Ertrag je nach Neigung um 30 bis 50 Prozent oder mehr.

Einspeisevergütung und Förderung für die Photovoltaik

Eine Photovoltaik-Anlage stabilisiert das Stromnetz. Sie steigert den Erneuerbare-Energien-Anteil und trägt zum Klimaschutz bei. All das sind Gründe, aus denen der Staat finanzielle Anreize für die Technik schafft. Am bekanntesten ist dabei die Einspeisevergütung. Diese gibt es 20 Jahre lang für jede in das öffentliche Netz eingespeiste Kilowattstunde Strom.

Wie hoch die Vergütung ausfällt, hängt dabei vor allem von der Art der Größe der Anlage ab. Für Strom aus einer Photovoltaik-Anlage mit Teileinspeisung und bis zu 10 kWp zahlt der Staat ab dem 01. Februar 2024 beispielsweise 8,1 Cent pro Kilowattstunde (Stand: Februar 2024). Warten Sie noch etwas und nehmen die Photovoltaikanlage später in Betrieb, sinkt der Betrag. So gibt es ab August 2024 noch 8,00 Cent pro Kilowattstunde, bevor die Einspeisevergütung 2025 weiter sinkt.

Darüber hinaus gibt es günstige Kredite zur Förderung einer Photovoltaik-Anlage. Diese vergibt die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) über das Programm 270 „Erneuerbare Energien – Standard“. Einige Städte, Gemeinden und Bundesländer bieten außerdem eigene Zuschüsse für Photovoltaik und Speicher an.

Übrigens: Eine günstige Lösung zur Finanzierung der Photovoltaik-Anlage bietet auch der LBS-Modernisierungskredit. Jetzt informieren und die eigene Energiewende starten!

Staat streicht die Steuern bei Kauf und Stromeinspeisung

Seit 2023 sind Photovoltaik-Anlagen auch steuerlich bessergestellt. So fiel die Umsatzsteuer für Lieferung und Montage 2023 weg. Den sogenannten Nullsteuersatz gibt es dabei für einzelne Bestandteile und komplette Anlagen auf, an oder in der Nähe eines Wohngebäudes. Hinzu kommt eine Steuerbefreiung für die Einspeisung von Solarstrom. Als Betreiber profitieren Sie damit jedoch nicht nur von sinkenden Kosten, sondern auch von einem geringeren Aufwand. Denn mit der Steuerbefreiung ist häufig möglich, ohne finanzielle Nachteile auf die einfachere Kleinunternehmerregelung zu setzen.

Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit dem Ratgeberportal energie-fachberater.de entstanden.

 

 

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