DAX Dividenden 2024

DAX Dividenden 2024

Dividenden auf hohem Niveau: DAX-Unternehmen schütten knapp 55 Mrd. Euro aus

  • DAX-Unternehmen erhöhen mehrheitlich Dividende; lediglich 3 Gesellschaften kürzen ihre Ausschüttung
  • Ausschüttungsquote der DAX-Unternehmen steigt leicht auf 38,4 Prozent
  • Dividendenrendite der DAX-Unternehmen liegt mit 4,4 Prozent oberhalb des langjährigen Durchschnitts
  • Bayerische Unternehmen sind Dividenden-Ausschüttungsmeister
Eine Analyse der DekaBank. Das vollständige Makro Research „Volkswirtschaft Spezial“ finden Sie hier.
Frankfurt, 02. Januar 2024

Die DAX-Unternehmen werden das hohe Dividendenniveau des Jahres 2023 trotz geringer Konjunkturdynamik 2024 verteidigen und voraussichtlich insgesamt 54,6 Mrd. Euro an ihre Aktionäre ausschütten. Die im M-DAX gelisteten 50 Unternehmen können ihre Ausschüttungshöhe gegenüber 2023 erneut steigern und zwar um 7 Prozent auf 7,1 Mrd. Euro. Insgesamt schütten die Gesellschaften damit voraussichtlich rund 61,7 Mrd. Euro aus. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse der DekaBank, in der die Dividendenprognosen für die 90 im DAX und M-DAX gelisteten Unternehmen in ihrer aktuellen Zusammensetzung betrachtet werden.

Der neue Wert im DAX auf hohem Niveau ist beachtlich, denn die beiden ausgeschiedenen Indexmitglieder Linde und Fresenius Medical Care haben im Jahr 2023 mehr als 2,6 Mrd. Euro ausgeschüttet, während die zwei neu in den Index aufgenommenen Werte Rheinmetall und Commerzbank zusammen auf weniger als 500 Mio. Euro kamen. Damit gingen aus Indexsicht netto mehr als 2 Mrd. Euro an Ausschüttungsvolumen verloren.

„Die DAX-Unternehmen zeichnen sich mehrheitlich durch eine hohe Disziplin und Dividendenkontinuität aus“, sagt Joachim Schallmayer, Leiter Kapitalmärkte und Strategie bei der DekaBank. Den Unternehmen sei es gelungen, trotz schleppender Konjunktur und belastenden geopolitischen Krisenherden ihre Gewinne auf hohem Niveau zu halten. Zwar haben die DAX-Konzerne 2023 rund 3 Prozent weniger verdient als 2022, was die Ausschüttungsquote für 2024 ansteigen lässt. Mit 38,4 Prozent liege diese aber immer noch unter dem langjährigen Durchschnittswert von 41 Prozent. Nach wie vor sei die Ausschüttungspolitik der DAX-Unternehmen eher zurückhaltend und der Zeit angemessen. „Die Aktionäre am zurückliegenden Unternehmenserfolg aber auch an den aufhellenden Perspektiven teilhaben zu lassen, ist richtig“, sagt Schallmayer.

Nach derzeitigem Stand dürften 26 der 40 aktuellen DAX-Mitglieder 2024 die Dividende pro Aktie im Vergleich zum Vorjahr erhöhen, 11 werden den Betrag voraussichtlich unverändert lassen und in 3 Fällen wird ein Rückgang erwartet.

Neben den hohen Ausschüttungen sprechen die Perspektiven für das Jahr 2024 für eine hohe Dividendenkontinuität. „Es wird den Unternehmen 2024 gelingen, sich dank ihrer internationalen Ausrichtung von den herausfordernden heimischen Perspektiven abzukoppeln und vom globalen Wachstumsausblick zu profitieren und den Gewinn erneut zu steigern“, sagt Kapitalmarktexperte Schallmayer.

Wie in den Vorjahren entfällt auch 2024 ein Großteil des gesamten Dividendenvolumens auf wenige Unternehmen. „Knapp die Hälfte der Ausschüttungssumme konzentriert sich auf 6 Unternehmen und die größten 12 Zahler schütten zusammen rund 72 Prozent der Gesamtsumme aus“, zeigt Schallmayer auf. Der Automobilsektor spiele weiterhin eine wichtige Rolle. Allein die 3 großen Hersteller BMW, Mercedes und VW schütten rund ein Viertel der gesamten Dividendensumme des DAX aus. Unterteilt man die 90 DAX und M-DAX Unternehmen nach Branchen, so liegen die Hersteller zyklischer Konsumgüter inklusive der Automobile bei einem Anteil von 27 Prozent an den Ausschüttungen, gefolgt von der Industrie (19 Prozent) und der Finanzbranche (17 Prozent).

Regional betrachtet zeigt sich, dass Unternehmen mit Sitz in Bayern voraussichtlich insgesamt mehr als 17,5 Mrd. Euro an ihre Aktionäre ausschütten werden. „Nach 2023 ist Bayern erneut die ausschüttungsfreudigste Region in Deutschland“, sagt Schallmayer. Den zweiten Platz nimmt mit 14,6 Mrd. Euro Nordrhein-Westfalen ein vor Baden-Württemberg mit mehr als 12 Mrd. Euro.

Auf dem aktuellen Niveau werden die DAX-Unternehmen an der Börse mit einer Dividendenrendite von 4,4 Prozent gehandelt. Schallmayer rechnet damit, dass sich die Dividendenrendite in Richtung des langfristigen Durchschnitts von 3,5 Prozent einpendeln werde. Allerdings nicht aufgrund niedrigerer Ausschüttungen, sondern aufgrund steigender Aktienkurse. „Die langfristigen Geschäftsperspektiven und damit auch die Dividendenaussichten bleiben für die nächsten Jahre stabil.“

Der Gesamtertrag der Aktienanlage im DAX und M-DAX werde sich 2024 aus einer sehr guten Dividendenrendite sowie weiteren Kurssteigerungen zusammensetzen, erwartet Schallmayer. „Gerade in einem von anhaltenden geopolitischen Unsicherheiten gekennzeichnetem Umfeld wird sich ein Portfolio aus ertragsstarken Dividendentiteln besonders gut behaupten.“

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Über die Deka:
Die DekaBank ist das Wertpapierhaus der Sparkassen, gemeinsam mit ihren Tochtergesellschaften bildet sie die Deka-Gruppe. Mit Total Assets in Höhe von 370 Mrd. Euro (per 30.09.2023) sowie rund 5,5 Millionen betreuten Depots ist sie einer der größten Wertpapierdienstleister und Immobilien-Asset Manager in Deutschland. Sie eröffnet privaten und institutionellen Anlegern Zugang zu einer breiten Palette an Anlageprodukten und Dienstleistungen. Die DekaBank ist fest verankert in der Sparkassen-Finanzgruppe und richtet ihr Angebotsportfolio ganz nach den Anforderungen ihrer Eigentümer und Vertriebspartner im Wertpapiergeschäft aus.

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