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Alle reden vom Smart Home. Doch was ist das genau? Erfahren Sie, was ein intelligentes Haus ausmacht.

eingestellt von Anke Stein am 31. August 2021

Alle reden vom Smart Home.  Doch was ist das genau? Erfahren Sie, was ein intelligentes Haus ausmacht.

Smart Home – Haussteuerung per Smartphone

Wer beim Begriff „Smart Home“ (engl. „Intelligentes Haus“) an den berühmten, selbst einkaufenden Kühlschrank mit Internetanschluss denkt, liegt falsch. Den gibt es noch lange nicht zu kaufen.

Dennoch sind es auch im Smart Home verschiedene technische Hilfsmittel wie Sensoren, gesteuerte Motoren oder Kameras, die für mehr Annehmlichkeit oder Hilfe im Haushalt sorgen. Ob Smart Home-Lösungen für Licht, Türen und Fenster oder Heizung – immer lässt sich das Einsatzgebiet auf die drei Bereiche Komfort, Energiesparen und Sicherheit eingrenzen. Mittlerweile sind die Geräte untereinander vernetzt, das heißt, dass beispielsweise die Waschmaschine per Funk Kontakt mit dem Smartphone hält und automatisch eine Nachricht verschickt, wenn die Wäsche fertig ist oder eine Störung vorliegt.

Die Hersteller der verschiedenen Systeme legen großen Wert darauf, dass Sie ohne weitere Hilfe oder technisches Vorwissen innerhalb kurzer Zeit ein Smart-Home-System einrichten können. Was die Systeme jedoch voraussetzen: Ein Smartphone oder ein Tablet-PC. Denn viele Smart Homes werden heute einfach und intuitiv per App gesteuert. Alternativ dazu können Sprachassistenten in die Systeme eingebunden werden. Dann hört das Haus dank Sprachsteuerung sprichwörtlich „aufs Wort“.

Smart Home – das gehört dazu:

  • Von Funk-Steckdosen über Fenster-Sensoren bis zu Wassermeldern und LED-Leuchten -die Basis bilden intelligente, miteinander vernetzte Geräte und Sensoren
  • Häufig koordiniert eine Zentrale alle Module
  • Eine Software ermöglicht Zeitsteuerung und individuelle Szenarien
  • Verbindung zum Internet über WLAN oder Datenleitung
  • Tablet-PC, Smartphone oder Sprachassistent für die Kontrolle

 

Mehr Komfort im Smart Home

Individuelle Lichtstimmungen automatisch nach Tageszeit, ein perfekt temperiertes Haus oder Rollläden, die herunterfahren, wenn der Fernseher eigeschaltet wird. Einer der angenehmsten Effekte eines Smart Home ist der Komfortgewinn. Denn vieles lässt sich bequem per Mobiltelefon oder Tablet vom Sofa aus steuern.

Neben dem direkten Steuern lassen sich über die dazugehörigen Programme auch zeitliche Abläufe einrichten. So zieht sich die Markise automatisch zum Sonnenuntergang ein, fährt die Heizung für kuschelig warme Räume kurz vor dem Feierabend hoch oder öffnen sich Haustüren oder Garagentore von selbst – ganz ohne Schlüsselsuche.

Richtig interessant wird es, wenn die einzelnen intelligenten Elemente wie Funksteckdosen, Rollladenmotoren und App-gesteuerte LED-Leuchten per Software miteinander verknüpft sind. So lassen sich individuelle Szenarien einstellen. Zum Beispiel können für den Heimkino-Abend mit nur einem Fingertipp die Fenster verdunkelt, das Licht gedimmt und die Raumtemperatur erhöht werden. Oder es startet an heißen Tagen dank Wärmesensoren automatisch der Rasensprenger, fährt die Markise aus und setzt sich in den Innenräumen die Klimaanlage oder der Ventilator in Gang. Ein Haus, das sich so an die Bedürfnisse seiner Bewohner anpasst, ist dann wirklich smart.

 

 

Energiesparen mit einem Smart Home

Neben Komfort steht Energiesparen bei einem Smart Home mit an vorderster Stelle. Nicht nur, dass man sich dank der Verbindung zum Smartphone jederzeit über den Stromverbrauch aller Geräte informieren kann. Besitzer einer Photovoltaikanlage können sich auch anzeigen lassen, wie viel Strom parallel dazu auf dem Dach produziert wird. Mit einem Fingertipp lassen sich auf Wunsch sogar die stärksten Verbraucher einzeln oder gleich alle Geräte beim Verlassen des Hauses mit einem Mal ausschalten. Tür zu und alle Geräte schalten sich aus – auch das ist mit einem Smart Home möglich.

Doch nicht nur Strom wird gespart. Auch der Gasverbrauch lässt sich via Heizungssteuerung senken. So registrieren batteriebetriebene Funksensoren an Fenstern, wenn diese geöffnet werden und schicken diese Informationen an die Steuerungszentrale weiter. Automatisch regelt die Systemsoftware dann die Heizungsthermostate ab. So entweicht keine Wärme nach außen. Selbst von unterwegs lässt sich so der Brennkessel in den Urlaubsmodus versetzen, wenn es vor der Abreise zu Hause vergessen wurde.

 

Vorteil von Smart Home: Erhöhte Sicherheit

Neben Komfort und Energieeinsparung bietet ein Smart Home noch ein bedeutendes Plus an Sicherheit. Ob ein Urlaubsmodus mit unterschiedlichen Beleuchtungsszenarien, eine über das WLAN-Netzwerk verbundene Kamera an der Eingangstür oder Funksteckdosen, mit denen auch von unterwegs dem noch eingeschalteten Bügeleisen der Strom gekappt werden kann – Smart Home macht es möglich.

Es müssen aber nicht immer gleich der verhinderte Einbruch oder ein Hausbrand sein. Ein Smart Home kann noch mehr. Dank batteriebetriebener Wassermelder wird auch sofort der geplatzte Wasserschlauch an der Waschmaschine erkannt und schon ab einer Wasserhöhe von nur 1,5 Millimeter eine SMS aufs Handy geschickt. Größere Schäden lassen sich damit schon im Vorfeld abwenden.

Wissen wer zu Hause vor der Tür steht – mit einer smarten Türklingel mit Kamera ist das kein Problem. So können Sie sogar von unterwegs Paketzusteller*innen per App sagen, wo das Paket abgegeben werden soll.

 

Smart Home: Die Installation

Noch bis vor wenigen Jahre war für ein Smart Home eine aufwändige, feste Verkabelung notwendig. Nicht selten entstanden dabei Kosten von mehreren Tausend Euro. Diese Zeiten sind glücklicherweise vorbei. Heute kann nahezu jeder sein Zuhause ein bisschen smarter machen – egal, ob Eigentum oder Mietwohnung. Möglich machen das die aktuellen Modul-Lösungen für ein Smart Home: Per Funk im Nahbereich oder über das Stromnetz als Datenleitung machen sie das Zuhause im Nu ein bisschen intelligenter – und passen sich auch optisch gut ein.

Für einen leichten Start bieten Hersteller Einsteigerpakete an, die für spezielle Aufgabengebiete zugeschnitten sind: Zum Beispiel App-gesteuerte Funksteckdosen und LED-Leuchten für ein Lichtpaket oder Funkthermostate und Fenstersensoren zum Regeln der Heizung und zum Energiesparen. Hat man mit den Einsteigerpaketen einen ersten Zugang zu Smart Home bekommen, können die Startersets später problemlos erweitert und um weitere Produkte ergänzt werden.

Einen Nachteil hat ein Smart Home heute noch: Im Laufe der letzten Jahre haben sich verschiedene Übertragungswege und Systeme etabliert, die untereinander häufig nicht kompatibel sind. Manche Hersteller setzen auf Bluetooth, andere auf WLAN und wiederum andere nehmen die Stromleitung oder eine eigene Verkabelung als Übertragungsweg. Hinzu kommen internationale Industrie- und Funkstandards für drahtlose Netzwerke.

Die gute Nachricht: Immer mehr Hersteller sehen die Notwendigkeit, ihre Geräte untereinander kompatibel zu machen und arbeiten daher immer öfter zusammen.

 

 

Was passiert mit meinen Daten aus dem Smart Home?

Der Wunsch nach Datensicherheit und Datenschutz ist gerade in Deutschland groß – und viele Hersteller haben darauf reagiert. Wenn sensible Daten das Haus über das Internet verlassen, um in einer Cloud -einem Online-Speicher – abgelegt zu werden, sind sie in der Regel komplex verschlüsselt, teilweise sogar auf dem Standard von Onlinebanking. Viele Unternehmen nutzen eigene Server in Deutschland und lassen sich regelmäßig auf Datensicherheit testen. Eine Restunsicherheit vor Hackerattacken bleibt jedoch. Ein hochwertiges System wird im Gegensatz zu einer günstigen Sofortlösung beispielsweise die Themen Datensicherheit und Sabotageschutz berücksichtigen.

 

Kostet ein vernetztes Haus viel?

Wie immer ist solch eine Frage relativ! Man kann mit einem Einsteigerset klein anfangen. Interessanter und komfortabler wird es jedoch, wenn mehrere Sensoren und Geräte zusammenarbeiten und sich automatisch selbst steuern. Und nach oben sind auch beim vernetzten Zuhause kaum Grenzen gesetzt…

 

Smart nachrüsten und Förderung genießen

Für zahlreiche Projekte rund um Ihr Smart Home besteht die Möglichkeit einer finanziellen Unterstützung, beispielsweise über KfW-Smart-Home-Förderkredite, die Sie über die Kreissparkasse Limburg beantragen können. Sprechen Sie Ihre Finanzierungsberaterin oder Ihren Finanzierungsberater einfach darauf an!

 

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