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10. Woche: Erik Kiefer berichtet über seine Zeit in Ruanda

eingestellt von Sylvana Löw am 3. Juli 2018

Meine zehnte Woche in Ruanda

Nach meinem Urlaub in der vergangenen Woche musste ich mich am Montag erstmal wieder auf den neusten Stand im Office bringen. Zum größten Teil beschäftigt mich immer noch die Entwicklung von Aufgaben für das neue Pilotprojekt der dualen Berufsausbildung. Dies wird auch in der kommenden Zeit eine meiner größten Aufgaben bleiben und dort kann ich sowohl gut meine Erfahrungen aus der Praxis in der Sparkasse als auch aus dem Studium einbringen.

Nyungwe-Forest-Nationalpark

Am Samstag ging es für uns mit einem Mietwagen in den Südwesten des Landes zum letzten noch aktiven Bergnebelwald Ruandas. Diese Vielfalt beeindruckt mich wirklich sehr an Ruanda, denn in dem flächenmäßig sehr kleinen Land war ich vor einigen Wochen noch im Savannengebiet unterwegs und nur einige Kilometer in die andere Richtung von Kigali aus, ging es dieses Wochenende durch den Regenwald. Schon die Fahrt war sehr beeindruckend und man konnte einige kleine Antilopen- und Affenarten aus dem Auto heraus beobachten.

Der Nationalpark schützt ein Gebiet von rund 970 Quadratkilometern in dem 86 verschiedene Säugetiere, 280 Vogelarten und 70 Reptilien- und Amphibienarten leben. Der Wald liegt auf den Ausläufern des zentralafrikanischen Grabenbruchs und beinhaltet einen Quellfluss des Nil. Diese Quelle des Rukarara-Nyabarongo wurde 1898 von Richard Kandt entdeckt.

Der Wald selbst überlebte durch seine hohe Lage und die entsprechend vermehrten Niederschläge auch größere Trockenzeiten. Bereits 1903 wurden noch unter deutscher Kolonialherrschaft erste Auflagen zum Schutz des Waldes erlassen, aber aus dem 1933 unter belgischer Herrschaft ausgerufenen Waldschutzgebiet wurde erst 2005 der Nationalpark gegründet. Dies war auch dringend nötig, denn in den letzten 60 Jahren wurden über 150 Quadratkilometer des Waldes durch Feuer und Rodungen zerstört. Heute wird eine nachhaltige Forstwirtschaft betrieben in Verbindung mit touristischer Infrastruktur, um die vielen Tierarten und die 1068 heimischen Pflanzenarten zu schützen.

Für uns ging es am Sonntag dann los mit einer 4 stündigen Wanderung durch den Wald zu einem Wasserfall. Die Geräuschkulisse der verschiedenen Vögel und die Vielfalt der Pflanzenarten waren schon sehr beeindrucken. Am Nachmittag stand dann noch der Canopy-Walk auf unserem Programm. Dabei handelt es sich um eine Hängebrücke, die etwas höher als die Baumkronen ist. Von dort kann man nochmal einen grandiosen Ausblick über große Teile des Regenwaldes genießen.

Heimfahrt über den Kivu-See

Am Sonntag war in Ruanda noch Unabhängigkeitstag, da am 1. Juli die Unabhängigkeit von der belgischen Kolonialherrschaft erklärt wurde. Feiertage, die in Ruanda auf einen Tag am Wochenende fallen, werden dann am nächsten Wochentag nachgeholt. Deshalb war auch der Montag für uns noch frei und wir konnten entspannt unsere Heimfahrt antreten. Die Rückfahrt war auch landschaftlich wieder sehr schön und am Kivu-See legten wir dann noch eine Mittagspause ein, bevor es dann endgültig zurück nach Kigali ging.

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