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Wer Auto fahren will, muss keinen Wagen kaufen

eingestellt von Carolin Berger am 3. Oktober 2020

Wer Auto fahren will, muss keinen Wagen kaufen

 

Es gibt Situationen, da ist ein eigenes Auto praktisch. Und zugegeben: Manchmal macht es einfach nur Spaß, damit durch die Gegend zu fahren. Das heißt aber noch lange nicht, dass man direkt ein Auto kaufen muss. Leasing, Carsharing oder ein Auto-Abo sind nur drei mögliche Alternativen.

Ein eigenes Auto kostet Geld, manchmal recht viel. Wer diesen Betrag nicht hat, der kann einen Kredit aufnehmen. Ihr Sparkassenberater hilft Ihnen dabei gerne weiter. Allerdings muss, wer Auto fahren will, gar nicht unbedingt ein Auto kaufen. Es gibt einige Alternativen, die nicht nur in der Stadt, sondern auch auf dem Land funktionieren.

Dem Kauf eines Autos am nächsten sind Leasing oder die sogenannte Drei-Wege-Finanzierung. Selbstständige sind mit Leasing grundsätzlich gut beraten, schließlich lassen sich so die monatlichen Raten für den Wagen steuerlich absetzen. Beim Leasing kauft man sich das Auto nicht, sondern zahlt für dessen Nutzung. In der Regel gibt man den Wagen vertragsgemäß am Ende der Laufzeit zurück. Unter Umständen kann man ihn aber auch übernehmen – wenn man das möchte und der Vertrag das vorsieht. Gewerbe- und Firmenkunden können sich bei ihrem Sparkassenberater über das Leasing eines Wagens informieren.

Aber Leasing kann auch für Privatleute interessant sein. Besonders E-Auto-Interessenten fahren in aller Regel mit Leasing besser, denn dann hat man am Ende keine Probleme mit der Batterie und deren Entsorgung.

Leasing kontra Drei-Wege-Finanzierung

Ganz ähnlich wie Leasing funktioniert die Drei-Wege-Finanzierung: Dabei wird man nicht Eigentümer des Wagens und zahlt auch monatlich für dessen Nutzung. Allerdings können Unternehmer bei der Drei-Wege-Finanzierung die Raten nicht absetzen.

Wer sich für diese Finanzierungsform begeistert, muss irgendwann eine Entscheidung treffen: Will ich das Auto übernehmen oder zurückgeben? Möchte man es zurückgeben, muss man damit rechnen, dass der Händler eine zusätzliche Gebühr verlangt. Sie wird fällig, wenn der Wagen nicht in vertragsgemäßem Zustand ist oder man zu viele Kilometer damit gefahren ist.

Will man den Wagen nach der Laufzeit kaufen, erlebt man nicht selten ein unschönes Erwachen: Hat man die Zeit nicht genutzt, Geld beispielsweise auf einem Tagesgeldkonto zurückzulegen, muss man womöglich einen Kredit aufnehmen, um die Schlussrate zu zahlen. Welche Konditionen für diesen gelten, stellt sich aber erst zu diesem Zeitpunkt heraus. Das heißt: Das Auto kann deutlich teurer werden, als man ursprünglich gedacht hat.

Wer also schon zu Beginn weiß, dass er nicht nur Auto fahren möchte, sondern auch Eigentümer sein will, der sollte sich eher für den herkömmlichen Autokredit entscheiden. Damit lässt sich besser planen, auch wenn die monatlichen Raten höher sein können als bei der Drei-Wege-Finanzierung. Dafür erspart man sich später böse Überraschungen.

Auto-Abo: Wie funktioniert das?

Brauchen Sie nur für eine befristete Zeit einen Wagen, können Sie sich für ein Auto-Abo entscheiden. Dabei mietet man einen Wagen für eine längere Zeit. Das ist sinnvoll, wenn man beispielsweise beruflich für ein halbes Jahr ein Projekt in einer anderen Stadt betreut oder wenn in der Familie ein höherer Betreuungsaufwand nötig ist. Oder auch dann, wenn man einfach Spaß daran hat, öfter mal einen anderen Wagen zu fahren.

Die Anbieter des Auto-Abos unterscheiden sich in den Vertragsdetails. Üblicherweise sind jedoch mit der monatlichen Gebühr Versicherung, Wartung, Steuern und Reparatur bereits abgegolten. Bei einigen Anbietern zahlt man eine Startgebühr, bei anderen nicht. Die Verträge laufen in der Regel ab einem und bis zu sechs Monaten. Danach nimmt man sich entweder einen anderen Wagen oder steigt wieder aus. Ein Auto-Abo gibt es beispielsweise von Volvo, Sixt oder über Cluno.

Noch mehr Flexibilität haben Stadtbewohner, wenn es Carsharing-Anbieter vor Ort gibt: Wer sich bei einem oder mehreren Anbietern angemeldet hat, kann sich jeden Tag einen anderen Wagen nehmen – mal einen Kombi oder ein Cabrio, einen schnellen Flitzer oder ein Auto, um große Dinge zu transportieren. Ein weiterer Vorteil des Carsharings: Um Themen wie Versicherung oder Steuern muss man sich keinen Kopf machen, und auch ein Parkplatz, für den man monatlich Miete zahlen muss, ist nicht nötig. Dafür ist man darauf angewiesen, ein Auto aus dem großen Pool in der Nähe der Haustür zu finden. Waren andere schneller, hat man Pech gehabt.

 

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