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Vorstandsvorsitzender Patrick Ehlen setzt auf Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit ist heute, mehr denn je, ein wichtiges Thema in unserer Gesellschaft. Der Begriff wird sehr unterschiedlich verwendet. Nach meinem Verständnis ist er sehr weit zu definieren. Er enthält demnach nicht nur den Gedanken der Erhaltung unserer Umwelt, sondern auch soziale und ethische Werte. So gehört das Bekenntnis dazu, keine Menschenrechtsverletzungen zu fördern, keine Rüstungsexporte zu unterstützen oder Umweltzerstörung zu finanzieren. Dabei kann man schon darüber diskutieren, ob man einen Investmentfonds zeichnen möchte, in dem eine Firma enthalten ist, der vorgeworfen wird, durch Machtmissbrauch Profite mit Wasserrechten in Afrika zu erzielen.

In unserem Geschäftsmodell als Sparkasse sind aus meiner Sicht schon einige Wesenselemente der Nachhaltigkeit genetisch hinterlegt. Wir dürfen für uns in Anspruch nehmen, dass wir eine ethisch und moralisch einwandfreie Geschäftspolitik haben. Insofern ist es für uns auch keine Veränderung, uns zum Prinzip der Nachhaltigkeit zu bekennen.

In der Dimension unseres ökologischen Fußabdruckes haben wir in der Vergangenheit aber eher zufällig agiert. Natürlich haben wir Elektrofahrzeuge im Einsatz, die mit eigenem Solarstrom gespeist werden, sind im Technischen Zentrum tagsüber energieautark, wir haben bereits etliche Leuchten in LED umgerüstet und durch die Digitalisierung sparen wir tausende Seiten an Papier ein. Oftmals stehen aber bei unternehmerischen Entscheidungen ökologische und ökonomische Ziele im Widerspruch. Mir geht es deshalb in einem ersten Schritt darum, einmal zu erkennen, wo wir als Unternehmen Umweltressourcen verbrauchen, um damit ein anderes Bewusstsein für unsere Entscheidungen zu erreichen.

Für mich persönlich sind die Themen Klimaschutz und nachhaltige Nutzung von Ressourcen in den letzten Monaten sehr präsent geworden. Ich bin als reisefreudiger Mensch regelrecht erschrocken, als ich erkannt habe, dass ich für eine Flugreise 17 Tonnen CO2 verbrauche. Dann habe ich angefangen, mein Umweltverhalten zu analysieren und mein Verhalten zu überdenken. Beispielsweise fliege ich jetzt weniger und falls doch, zahle ich gerne eine Kompensation für meinen CO2-Verbrauch.

Als Unternehmen ist die Analyse des eigenen Umweltverhaltens ungleich komplexer und schwieriger. Trotzdem haben wir uns jetzt das Ziel gesetzt, uns stetig zu verbessern und dieses Ziel viel stärker in unsere unternehmerischen Entscheidungen einzubeziehen. Wir wollen gerne ein Audit durchführen, um eine Ausgangsbasis für unsere künftigen Entscheidungen zu haben und nachvollziehen zu können, ob wir uns in die richtige Richtung entwickeln. Langfristig wollen wir klimaneutral sein.

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Kommentare


Werner Eisenkopf schreibt am30.10.2019 um18:27 Uhr:

"Klimaneutralität" ist nur ein willkürlicher und künstlicher Modeausdruck für einen in der Realität unerreichbaren Zustand, der sich auf rein theoretische Berechnungen bezieht, die eher noch schlechter sind, als die damaligen "5-Jahres-Pläne" im Kommunismus, laut denen der Ostblock ja angeblich immer der Westlichen freien Welt "überlegen" war. Genauso schlecht ist der ominöse sogenannte "Klimaschutz" in dessen "Namen" dann Naturschutz und Umweltschutz verdrängt und beschädigt werden. Nichts anderes ist ja Windräder im Wald zu bauen und Menschen mit Infraschall gesundheitlich zu schädigen, wie auch Vögel und Fledermäuse damit massiv zu töten. Trotz des steten Trommelfeuers fast aller deutschsprachigen Medien in dieser Richtung, nimmt die Zahl der Bürger immer mehr zu, die von all diese schon fast religiös gebrachten "Klima-CO2-Menschenschuld-Dogmen" nur noch genervt sind und diese Dinge so auch innerlich überhaupt nicht glauben. Je mehr und intensiver man sich damit beschäftigt, desto größer werden Zweifel und Ablehnung. Herr Ehlen meint das alles sicherlich ehrlich und gut aber er wird darin ja selbst falschinformiert und belogen.
Werner Eisenkopf, Runkel-Steeden


Antwort vonJule Jeuck am31.10.2019 um11:42 Uhr:

Sehr geehrter Herr Eisenkopf,
wir als Kreissparkasse Limburg möchten uns unserer Verantwortung stellen, weil wir es bisher versäumt haben. Themen wie CO2-Ausstoß zu minimieren oder Ressourcen zu schonen standen bisher nicht regelmäßig auf unserer Agenda. Genau dies möchten wir ändern. Sie mögen Recht haben mit der Irreführung des Begriffes Klimaneutralität. Es geht uns auch nicht darum, irgendein abstraktes Ziel zu erreichen oder uns damit zu schmücken. Vielmehr wollen wir uns jeden Tag weiter entwickeln und in unserem Alltag für dieses Thema aufmerksam sein. Um in einem großen Unternehmen mit vielen Menschen eine gemeinsame Richtung zu definieren, hilft es sich an einem gemeinsamen (wenn auch abstraktem) Ziel zu orientieren.
Vielen Dank für Ihre Rückmeldung.
Freundliche Grüße nach Runkel-Steeden,
Patrick Ehlen