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4. Woche – Erik Kiefer berichtet über seine Zeit in Ruanda

eingestellt von Anita Sahi am 22. Mai 2018

In meinem heutigen Blogbeitrag möchte ich euch einen Einblick in mein tägliches Leben hier geben.

Wie sieht mein Alltag hier in Ruanda aus?

Untergebracht bin ich in einem von zwei Gästehäusern der Sparkassenstiftung. Dort lebe ich mit zwei anderen Junior Consultants (JC) zusammen. Insgesamt sind wir momentan 6 JC´s aus Ruanda, der Schweiz und Deutschland. Das Gästehaus selbst liegt in der Nähe des Office der Sparkassenstiftung und ist für uns in 5 Minuten zu Fuß zu erreichen. Im Gästehaus haben wir ein großes Wohnzimmer und eine Küche mit Gasherd. Das ist sehr praktisch, denn man ist unabhängig von Strom, der immer mal wieder ausfällt. Ungewohnt im Vergleich zu Deutschland ist auch der Wassertank, der händisch befüllt werden muss und an dem außerhalb des Hauses ein Schalter umgelegt werden muss, um warm duschen zu können.

Meistens arbeite ich von 8 bis 17 Uhr, aber grundsätzlich haben wir Gleitzeit und so kann ich meinen Tag relativ frei gestalten. Abends bleibe ich auch manchmal länger im Office, um das Wlan zum Skypen oder Ähnlichem zu nutzen, da wir im Gästehaus kein Internet haben. Wir haben zwar eine Küche, aber an den meisten Abenden gehen wir irgendwo in Kigali essen. Das Angebot ist sehr vielfältig und in der direkten Umgebung unseres Gästehauses gibt es einige kleine lokale Bars. Dort gibt es landestypisch Kartoffeln und Brochette, also gegrillte Fleisch- oder Fischspieße.

Die Wochenenden möchte ich auch weiterhin dazu nutzen die weiteren Ecken des Landes zu erkunden und kennenzulernen. Während die Fortbewegung in der Stadt mit Motos und Taxis erfolgt, geht es bei Reisen durch das Land meistens mit Bussen oder einem Mietwagen vorwärts. Dieses Wochenende bin ich allerdings in Kigali geblieben.

Pokalfinale und Halbmarathon

In Ruanda selbst ist Fußball ein großes Thema, aber hier ist vor allem die englische Liga von Interesse. Am Samstagabend haben wir natürlich auch hier in einem deutschen Restaurant das DFB-Pokalfinale verfolgt. Während die anderen noch den Sieg der Eintracht feierten, ging es für mich nach dem Abpfiff zurück ins Gästehaus, denn am nächsten Morgen musste ich früh raus.

Im Sonnenaufgang ging es für mich mit dem Taxi zum Amahoro-Stadion, denn dort startete der Kigali International Peace Marathon. Mein Ziel war die halbe Marathon-Distanz. Bereits die Anmeldung war sehr spannend, denn ich musste insgesamt sechs mal meine Daten angeben und teilweise wurden meine Daten von einer Liste in eine andere Liste abgeschrieben. Schließlich habe ich meine Startnummer dann aber doch erhalten. Am Morgen war dann eine ausgelassene Stimmung im Stadion, aber für mich etwas überraschend mussten alle das Stadion 15 Minuten vor Start verlassen. Scheinbar sollten die Läufer nach ihrer Laufdistanz getrennt werden, was aber nicht wirklich funktioniert hat. Kurz nach 7.30 Uhr fiel dann aber der Startschuss. Die Strecke war sehr hügelig und relativ schnell wurden die wenigen Schattenstellen sehr wertvoll. Es war auf jeden Fall mal eine ganz andere Möglichkeit die Stadt wahrzunehmen und beeindruckend auf den großen, breiten Straßen zu laufen, wo sonst immer der Verkehr fließt und viel Gehupe und Geschrei ist. Das „15Km“-Schild wurde leider erst bei Kilometer 18 aufgestellt, aber nach gut 1:47h kam ich im Ziel an. Respekt vor jedem der diese Runde sogar zweimal gelaufen ist. Beim Halbmarathon waren etwas über 1000 Läufer am Start und im Stadion war wieder eine gute Stimmung. Für mich sehr ungewohnt war dann aber, dass nach dem Rennen einige Ruander Bilder mit mir machen wollten. An meinem 139. Platz kann es jedenfalls nicht gelegen haben. Abends gab es dann zur Belohnung noch äthiopisches Essen.

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Kommentare


Heiko Heger schreibt am 23.05.2018 um 08:03 Uhr:

Hi Erik,

ich gratuliere Dir zu Deiner erfolgreichen Teilnahme am Halbmarathon! Eine tolle Leistung!

Gruß
Heiko


Antwort von Anita Sahi am 23.05.2018 um 09:59 Uhr:

Das finden wir auch ;-)!
Liebe Grüße
Anita Sahi (KSK Limburg)