Was macht der Dollar?

Was macht der Dollar?

Kolumne Dr. Ulrich Kater, Chefvolkswirt der DekaBank

 

Frankfurt, 30. Januar 2026

Wenn der Euro aufwertet, fällt der Deutsche Aktienindex (DAX). So lautet ein gepflegter Reflex. Empirisch belegt ist indes, dass die globale Nachfrage für den Export entscheidend ist und nicht die Währungsbewegung. Egal – in der abgelaufenen Woche passte es ja vordergründig wieder. Dabei belastete vor allem die Unzufriedenheit der Anleger mit den Quartalsdaten eines einzelnen DAX-Unternehmens den Index.

Die Entscheidung der amerikanischen Notenbank Fed, ihren Leitzins erwartungsgemäß unverändert zu lassen, geriet dabei fast in den Hintergrund.

Aus konjunktureller Sicht gab es in den letzten Tagen gemischte Datenveröffentlichungen, die keine nennenswerten Impulse für die Finanzmärkte hatten. In den USA überraschte der deutliche Rückgang des Verbrauchervertrauens, während der Anstieg der Auftragseingänge die Erwartungen übertroffen hat. In der Eurozone verbesserte sich das Economic Sentiment erfreulicherweise deutlich. In Deutschland richtete sich der Blick auf das ifo Geschäftsklima, das nicht wie erwartet zulegen konnte, sondern im Januar nur stagnierte. In der neuen Woche könnten die Impulse für die Märkte stärker werden, wenn am Montag die Inflationsdaten für die Eurozone gemeldet werden, mehr noch, wenn am Freitag die Daten zum US-Arbeitsmarkt zur Veröffentlichung anstehen. Zudem schweben die Spannungen zwischen den USA und dem Iran über den Märkten. Die Zuspitzung dort mag den US-Dollar als Krisenwährung stützen.

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