Heizungsoptimierung
Heizungsoptimierung: 5 günstige Maßnahmen mit hoher Wirkung
Mit einer Heizungsoptimierung sorgen Sie dafür, dass die im Haus verbaute Technik weniger Energie benötigt, um den gleichen Wärmekomfort zu bieten. Möglich ist das mit günstigen Maßnahmen, die zu einer spürbar höheren Effizienz führen. Doch welche Arbeiten lohnen sich im Zuge der Heizungsoptimierung? Worauf ist dabei zu achten und wie profitieren Sanierer von einer attraktiven Förderung? Wir geben Antworten auf die wichtigsten Fragen und 5 Tipps für die Optimierung Ihrer Heizung!
Tipp 1: Hydraulischer Abgleich für Komfort und Effizienz
Geht es um die Heizungsoptimierung, ist häufig vom hydraulischen Abgleich die Rede. Fachhandwerker stellen die Anlage dabei so ein, dass alle Heizflächen genau die benötigte Menge Wärme erhalten. Auf diese Weise ist es möglich, die Vorlauftemperatur abzusenken. Die Heizung arbeitet dadurch effizienter und Ihre Heizkosten sinken. Nötig ist der Abgleich immer dann, wenn sich die Temperaturen im Haus stark unterscheiden – lassen sich einige Räume nicht aufheizen, während andere immer überhitzen, ist das ein Zeichen für ein nicht abgeglichenes Netz. Sinnvoll ist die Maßnahme aber auch, wenn Sie die Heizung sanieren, Fenster austauschen oder eine Dämmung anbringen.
Tipp 2: Optimal eingestellte Heizkurve senkt Heizkosten
Sinnvoll ist zudem die Einstellung der Heizkurve einer außentemperaturgeführten Regelung. Einfach beschrieben handelt es sich dabei um eine Funktion, die jeder Außentemperatur eine bestimmte Vorlauftemperatur zuweist. Die Heizung lässt sich so optimal an das Haus anpassen und verbraucht nicht mehr als nötig.
Mit etwas Erfahrung und fachlicher Anleitung können Sie die Heizungsoptimierung selbst vornehmen. Dazu passen Sie die Höhe und die Neigung der Heizkurve sukzessive an. Ziel ist es, dass alle Räume im Haus die gewünschten Temperaturen erreichen. Folgendes ist dabei zu beachten:
- Mit der Höhe passen Sie die Vorlauftemperatur generell an. Ist es in der Übergangs- und der Winterzeit zu warm oder zu kalt, korrigieren Sie die Einstellung nach unten oder oben.
- Mit der Neigung stellen Sie ein, wie die Heizung auf die Veränderung der Außentemperatur reagiert. Bei einer steilen Kurve steigt die Vorlauftemperatur schnell – typisch für Altbauten mit geringem Wärmeschutz. Haben Sie einen Neubau oder ein gut gedämmtes Haus, stellen Sie die Kurve flacher ein. Die Vorlauftemperatur steigt dann langsamer an, wenn es draußen kälter wird.
In Neubauten und gut gedämmten Häusern benötigen Sie also eher eine niedrige, flache Kurve. Im unsanierten Altbau sollten Sie die Heizkurve im Zuge der Heizungsoptimierung hingegen höher und steiler einstellen.
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Tipp 3: Heizungsoptimierung lohnt sich auch an Pumpen
Auch alte Heizungspumpen verursachen häufig zu hohe Kosten. Zum einen, weil sie meist ungeregelt mit hoher Leistung durchlaufen und dabei viel Strom verbrauchen. Zum anderen aber auch, weil sie Heizungswasser teilweise unnötig durch das Haus pumpen und Wärme verlieren. Abhilfe schaffen Sie mit einem Austausch alter Heizungspumpen. Die Heizungsoptimierung ist vergleichsweise günstig und in kurzer Zeit erledigt. Direkt nach dem Einbau passen neue Pumpen ihre Leistung automatisch an den Bedarf an. Sie verbrauchen bis zu 80 Prozent weniger Strom und helfen dabei, Heizkosten einzusparen.
Tipp 4: Große Heizflächen helfen beim Energiesparen
Heizen Sie mit Brennwerttechnik oder Wärmepumpe, lohnt sich auch eine Optimierung der Heizflächen. Denn je größer diese sind, umso mehr Wärme geben sie auch bei niedrigen Vorlauftemperaturen an den Raum ab. Der Vorteil dabei: Sowohl Brennwertanlagen als auch Wärmepumpen arbeiten mit einer niedrigeren Heizwassertemperatur effizienter und sparsamer.
Sinnvoll ist es bereits, die Heizungsoptimierung an einigen wenigen Heizflächen durchzuführen. Diese können Sie durch größere Modelle, spezielle Niedertemperaturheizkörper mit Lüfter oder durch eine Flächenheizung wie die Fußboden- oder die Wandheizung ersetzen. Die Maßnahme steigert dabei nicht nur die Effizienz. Sie sorgt auch für einen höheren Komfort und ein besseres Wärmewohlbefinden.
Tipp 5: Energieberater verhelfen zum besten Ergebnis
Welche Maßnahmen zur Heizungsoptimierung infrage kommen, hängt immer vom Gebäude und vom Zustand der installierten Technik ab. Ein Energieberater nimmt beides genau unter die Lupe. Er analysiert Einsparpotenziale und zeigt die Maßnahmen, die sich in Ihrem Haus am besten umsetzen lassen. Maßgebend sind dabei der Einspareffekt und die Wirtschaftlichkeit der jeweiligen Arbeiten.
Extra-Tipp: Förderung der Heizungsoptimierung nutzen
Interessieren Sie sich für eine Optimierung der Heizung und/oder wissen Sie bereits, welche Arbeiten Sie umsetzen möchten? Dann sollten Sie nicht vergessen, eine Förderung für die Heizungsoptimierung zu beantragen. Verfügbar sind Zuschüsse in Höhe von 15 Prozent (20 Prozent mit individuellem Sanierungsfahrplan), die Sie vor Maßnahmenbeginn über das Online-Portal des BAFA beantragen.
Alternativ können Sie den Steuerbonus für die Sanierung (§ 35c EStG) nutzen und 20 Prozent der Kosten der Heizungsoptimierung verteilt über einen Zeitraum von drei Jahren steuerlich geltend machen. Möglich ist das nachträglich über Ihre Steuererklärung, wenn ein Fachhandwerker die Arbeiten an Ihrem Haus durchgeführt hat.
Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit dem Ratgeberportal energiefachberater.de entstanden.





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