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7. Woche – Erik Kiefer berichtet über seine Zeit in Ruanda

eingestellt von Selina Schwarz am 11. Juni 2018 um 13:43

Dieses Wochenende war mal wieder ein entspannteres Programm in Kigali angesagt.

EU Street Fair Festival

Am Samstag verbrachten wir Nachmittag und Abend auf dem European Street Fair Festival. Dieses Straßenfest wurde organisiert von einer Delegation der EU und den Botschaften der EU im Rahmen der „Days of Europe“ in Ruanda. Neben verschiedenen Informationsständen und Aktivitäten für Kinder, gab es einige Künstler mit Tanz, Bildern und Musik zu bestaunen. Ein Konzert ruandischer Künstler rundete den Abend dann ab.

 

Rwanda Premier League

Sonntags besuchte ich dann das Fußballspiel der ersten ruandischen Liga zwischen APR FC, der Mannschaft des Militärs, und Police FC, wie der Name vermuten lässt dem Team der Polizei. Insgesamt spielen 16 Mannschaften in der obersten Klasse Ruandas und die meisten Teams kommen aus der Hauptstadt Kigali. Das Spiel des Zweitplatzierten gegen den 6. endete leistungsgerecht 1:1. Beide Teams versuchten schnell nach vorne zu spielen und das Mittelfeld mit langen Bällen zu überbrücken, aber der Spielfluss wurde immer wieder durch technische Fehler gestört. Ansonsten war es aber eine sehr ansehnliche Partie. Vor allem die Stimmung auf den Rängen war sehr eindrucksvoll und von Gesängen und Vuvuzelas geprägt. Beim Ausgleich für APR tanzte ein Großteil des Stadions einige Minuten lang auf den Rängen. Fußballerisch kommt das Niveau nicht an die europäischen Top-Ligen heran und die Stimmung unterscheidet sich auch von der in deutschen Stadien, aber aus meiner Sicht ist sie mit Sicherheit nicht schlechter.

 

Zwischenfazit

Es kommt mir zwar so vor als ob ich erst einige Tage hier bin, aber über die Hälfte meiner Zeit in Ruanda ist schon wieder vorbei. Deshalb möchte ich die Gelegenheit nutzen, um ein kleines Zwischenfazit zu ziehen.

Ich habe mich recht schnell und gut hier eingelebt, vor allem auch weil mir alle Kollegen von Anfang sehr offen begegneten und mich vom ersten Tag an auch in außerberufliche Aktivitäten integrierten. Das machte es mir sehr leicht Kigali zu erkunden und mich generell im alltäglichen Leben hier zurecht zu finden.

Das Schöne an der Arbeit hier ist für mich vor allem die Abwechslung und die Selbstständigkeit mit der ich meine Aufgaben erledigen kann. Aktuell arbeite ich beispielsweise an der Entwicklung neuer Aufgaben für das nächste Pilotprojekt der dualen Berufsausbildung. In Ruanda ist die duale Berufsausbildung, wie wir sie in Deutschland kennen, wie in vielen anderen Teilen der Welt auch so nicht bekannt. Bei dieser Aufgabe habe ich kreativen Spielraum und kann meine eigenen Erfahrungen aus dem Studium direkt einfließen lassen.

Aber auch außerhalb der Arbeit habe ich in den letzten Wochen Einiges erlebt und viele spannende Erfahrungen gesammelt. Angefangen vom missglücken Ausflug in den Kongo, über meine erste Safari bis hin zu der Besteigung meines ersten 4000ers durfte ich sehr viele neue Dinge kennenlernen. Ruanda ist zwar ein kleines, aber vor allem landschaftlich sehr schönes Land und trotz der geringen Fläche kann man von Regenwald bis Savanne verschiedene Landschaften hier erleben.

Da Ruanda sehr nah am Äquator liegt, hat die Sonne eine starke Strahlkraft. Das merkt man besonders jetzt, wo sich die Regenzeit dem Ende entgegen neigt. In meiner ersten Zeit hier habe ich noch einige heftige Gewitter und Regenschauer erlebt, die dann das öffentliche Leben fast vollständig zum Erliegen gebracht haben, da niemand mehr aus dem Haus geht. Kulinarisch hat Kigali eine große Auswahl an unterschiedlichsten Restaurants zu bieten und auch die vielen lokalen Speisen sind sehr lecker. Vor allem gegrilltes Ziegenbein mit Kartoffeln und Zwiebelsalat kann ich sehr empfehlen.

Auch wenn natürlich nicht alles immer reibungslos lief, bin ich nach den ersten Wochen rundum zufrieden und sehr froh diese Erfahrungen hier machen zu können. Neben den vielen Eindrücken von Ruanda finde ich besonders auch die Erfahrungen und verschiedenen Lebenswege meiner Kollegen sehr interessant. Aus den ersten Wochen konnte ich für mich persönlich schon sehr viel mitnehmen und ich freue mich auf meine weitere Zeit hier und alles was mich noch erwartet.

 

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