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2. Woche – Erik Kiefer berichtet über seine Zeit in Ruanda

eingestellt von Selina Schwarz am 7. Mai 2018

Wie im Flug ist auch meine zweite Woche in Ruanda vergangen. Mittlerweile habe ich mich eingelebt und werde euch einen generellen Einblick in die Sparkassenorganisation und die Erlebnisse meiner letzten Woche geben.

 

Wer oder was ist SBFIC überhaupt?

Die Sparkassenstiftung für internationale Kooperation (SBFIC) ist die entwicklungspolitische Einrichtung der S-Finanzgruppe und wurde 1992 gegründet. Der Hauptsitz liegt in Bonn und von dort werden die vielen Projekte, aktuell in über 25 verschiedenen Ländern auf der ganzen Welt koordiniert.

Ziel von SBFIC ist es, einen weltweiten Zugang zu Finanzdienstleistungen zu ermöglichen und dabei die Erfahrungen und Erfolgsmodelle der Sparkassen zu nutzen. SBFIC arbeitet in den Projektländern mit verschiedenen lokalen Verbänden und Banken zusammen, um deren Professionalität in den verschiedensten Bereichen zu stärken.

Unterstützt SBFIC beispielweise den Aufbau einer gut funktionierenden Regionalbank, kann diese auch den ärmsten Bevölkerungsschichten eine Möglichkeit bieten ihr Geld zu sparen. Dadurch können sie für die Zukunft vorsorgen oder sich eine größere Anschaffung leisten. Mit Teilen der Spareinlagen wiederum kann das Mikrofinanzinstitut Kredite an Unternehmer vor Ort vergeben. Ein Handwerker könnte zum Beispiel durch einen solchen Kredit sein eigenes kleines Handwerksunternehmen gründen. Von einem solchen Kleinunternehmen profitiert die ganze Region, wenn keine überteuerten Großfirmen angeheuert werden müssen. Zudem entstehen dadurch auch neue Arbeitsplätze in der Region.

Dies ist eine mögliche Wirkungskette und wie in welchen Bereichen, z.B. Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter, Optimierung von Prozessen oder die Zusammenarbeit erfolgt, ist natürlich von Land zu Land unterschiedlich.

 

Eingeholt vom Gewitter

Am Dienstag war auch für uns ein freier Tag und so machten wir uns nachmittags auf den Weg zum Mount Kigali. Dieser Hügel ist mit ca. 1800 Metern Kigalis höchster Punkt. Nach der Hälfte des Weges hat uns dann allerdings ein Gewitter erwischt, sodass wir uns für den Abstieg entschieden haben. Wir werden aber auf jeden Fall nochmal wiederkommen!

 

Ausflug an den Kivu-See

Am Samstag ging es dann morgens von Kigali aus mit einem Minibus in den Westen Ruandas. Auf den Straßen lagen immer mal wieder Felsbrocken oder Schlamm, die wie die vielen Schlaglöcher der Regenzeit geschuldet sind und denen der Bus ausweichen musste. Neu für mich waren auch die kurzen Zwischenstopps bei denen Essen und Getränke durch die Fenster des Buses verkauft wurden. Landschaftlich war es eine eindrucksvolle Fahrt und machte schnell deutlich, wieso Ruanda auch als „Land der 1000 Hügel“ bezeichnet wird. Nach gut 140km und 3,5 h Fahrt durch die grüne Hügellandschaft kamen wir in Karongi (Kibuye) am Lake Kivu an.

Die Fläche des Kivu-See ist 10 Mal so groß wie der Bodensee und die Grenze zwischen Ruanda und der Demokratischen Republik Kongo verläuft durch den See. Mit unserem Guide Nelson und seinem Boot ging es dann zu einer der vielen Inseln. Dort trafen wir zunächst auf eine Kuhherde und eine große Anzahl an tagaktiven Fledermäusen. Unter einer beeindruckenden Geräuschkulisse der Fledermäuse wanderten wir zum Gipfel der Insel, um dort einen grandiosen 360°-Blick bis in den Kongo zu genießen. Auf dem Rückweg stoppten wir dann noch an einer weiteren Insel, auf der Nelson einen kleinen Affen auf unser Boot lockte.

Nach einem Spaziergang am Rande des Kivu-Sees aßen wir abends dann noch einen gegrillten Fisch aus dem See und am Sonntag ging es dann mit dem Bus wieder zurück nach Kigali.

 

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