Top Treffer für „

Kein Treffer. Bitte überprüfen Sie Ihre Suche.


Ihre Sparkasse

Finden Sie weitere Informationen bei Ihrer Sparkasse vor Ort.

Schliessen

Sparkassenkolleg 2018

eingestellt von Carolin Berger am 17. Dezember 2018

Innovations-Coach Moritz Ettl (Mitte) mit dem Limburger Kreissparkassen-Vorstandschef Mario Rohrer (links), den Schülern Naim Bahsoun und Emilia Löser sowie dem Leiter der Adolf-Reichwein-Schule in Limburg, Ralf Abel (rechts).© Robin Klöppel

 

So gelingt die Berufswahl nach der Schule

 

Mut zum Träumen haben, Scheitern als Chance betrachten, aus Fehlern lernen können und einfach seiner inneren Stimme folgen: Innovations-Coach Moritz Ettl gab Oberstufenschülern beim Sparkassenkolleg in der Stadthalle Limburg ein paar besondere Ratschläge.

 

VON ROBIN KLÖPPEL
Nassauische Neue Presse vom 17.12.2018

 

Die Teilnahme am Sparkassenkolleg der Kreissparkasse Limburg hat sich für rund 1000 Elftklässler aus Limburg und Umgebung gelohnt. Zum Thema „Berufsorientierung 2.0“ gab es von Innovations-Coach Moritz Ettl in der Josef-Kohlmaier-Halle Limburg einen spannenden Erlebnisbericht. Der 27-Jährige schilderte eindrucksvoll, wie sich die Welt in Zukunft ändern wird.

Ettl erzählte, wie er es mit dem Hören aufs eigene Herz und dem Willen zur ständigen Weiterentwicklung geschafft hat, ein erfolgreicher Unternehmer zu werden. Moritz Ettl agiert seit sieben Jahren als Innovationstreiber und Coach. Er arbeitet vor allem für große Unternehmen, zeigt ihnen auf, wie sie mit einem moderneren Führungsstil ihre Geschäfte erfolgreicher führen können. Zu seinen Kunden zählen Deutsche Bank, IBM, Daimler, Volkswagen, Continental und andere renommierte Unternehmen.

 

 

Aus Fehlern lernen

 

Ettl erklärte, als Schüler habe er keinen Karriereplan gehabt. Sein Leben sei keineswegs so geradlinig verlaufen, wie das in seiner Vita aussehe, gab er offen zu. Er hatte auch Tiefs gehabt und Ängste, als er seine sichere Stelle beim Bertelsmann-Konzern aufgab, um den Sprung in eine ungewisse Zukunft zu wagen. „Meine Eltern haben das nicht gerne gesehen“, sagte er. „Sie leben in einer Welt, in der man sich so ein Leben, wie ich es führe, nicht vorstellen kann.“

Es sei aber für ihn das Richtige gewesen, sich aus den Abhängigkeiten einer Mitarbeitertätigkeit zu befreien. Mittlerweile lebten wir sowieso in einer Welt, wo niemand sicher sein könne, einen einmal erlernten Beruf bis zur Rente kontinuierlich auszuüben.

Sein Erfolgsgeheimnis sei, immer seinen Träumen gefolgt zu sein. Aber nicht blauäugig, sondern mit wachem Geist. Er habe immer weiter gelernt und geschaut, was er von anderen und aus eigenen Fehlern lernen könne.

Ein Schüler entgegnete, mit der Vision, seine eigenen Träume leben zu wollen, könne man aber auch scheitern. Man könne im eigenen Bekanntenkreis zudem ausgegrenzt werden, wenn man einen völlig anderen Weg als die anderen einschlage. Für Moritz Ettl ist das überhaupt nicht schlimm. „Ich habe nur noch mit zwei ehemaligen Mitschülern regelmäßig Kontakt“, berichtete er. „Dann sucht man sich eben da draußen andere Leute, die genauso ticken, wie man selbst.“ Natürlich könne jeder mal mit einem Projekt scheitern. Daraus könne man aber lernen und es besser machen.

 

 

Künstliche Intelligenz

 

Ettl findet es wichtig, dass solche Reihen wie das Sparkassen-Kolleg stattfinden. Der Coach selbst hätte sich gewünscht, als Jugendlicher mal von erfahrenen Leuten einen Blick über den Tellerrand, über die Meinungen der Eltern und Lehrer hinaus zu haben.

Moritz Ettl sagte, jeder sollte sich frühzeitig mit dem Thema Arbeit befassen. Denn man verbringe als Erwachsener ja fast jeden Tag damit. Von daher solle man etwas machen, das Spaß macht. „Es ist aber nicht tragisch, wenn ihr euch doch für die falsche Ausbildung oder das falsche Studium entscheidet“, sagte Ettl. Dann mache man eben etwas anderes.

Die Schüler, die heute ihren Schulabschluss machten, würden im Schnitt in ihrem Leben sowieso zehn verschiedene Jobs machen. Die Welt werde sich extrem verändern. Es sei nicht mehr entscheidend, Wissen zu lernen, denn Informationen über alles habe man über sein Smartphone heute in Sekunden. Das Entscheidende sei zu wissen, wie man die Informationen für seinen Beruf nutzen könne.

Ein Journalist werde künftig nicht mehr gebraucht, um Meldungen zu schreiben. Das könne künstliche Intelligenz aus Informationen ganz allein. Aber der Journalist werde künftig noch gebraucht, um Themen einzuordnen und zu bewerten.

Künftig würden auch keine Übersetzer und Sprachkenntnisse mehr benötigt, weil es über das Smartphone Möglichkeiten gebe, Gespräche simultan zu übersetzen und man damit ohne Barriere mit jedem Mensch der Welt unkompliziert diskutieren könne.

In Zukunft braucht laut Ettl auch keiner mehr ein eigenes Auto. „In den USA sind schon selbst fahrende Fahrzeuge auf der Straße“, sagte er. Die Zukunft sei, dass man über eine App ein Fahrzeug anfordern und sich dann an einen Ort nach Wahl bringen lassen könne. Ettl ging sogar so weit, das er fliegende Autos für realistisch hält – womit dann hoffentlich auch das ständige Stauproblem gelöst wäre.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.