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Klingeling, hier kommt die Sparkasse

eingestellt von Sandra Hessel am 19. September 2018

Wenn´s um Geld geht… kommt die Sparkasse auch zum Kunden. In Oberzeuzheim zum Beispiel zu Sabine Enk, hier mit Bankkaufmann Stefan Fischer und KSK-Vorstandsmitglied (rechts). Foto: Anken Bohnhorst-Vollmer

 

Oberzeuzheim KSK-Bus ersetzt Zweigstellen – Hier werden rund 750 Kunden betreut

 

Seit vier Jahren fährt die Kreissparkasse mit einem Bus über die Dörfer. So erreicht sie jene Kunden, in deren Wohnort es kein Kreditinstitut mehr gibt und die sich nicht in eine entfernt gelegene Geschäftsstelle aufmachen wollen. Die mobile KSK ist ein Erfolg, sagt Vorstandsmitglied Mario Rohrer. Es sei ein wichtiges Dienstleistungsangebot. In jedem Fall ist es originell.

VON ANKEN BOHNHORST-VOLLMER
Nassauische Neue Presse vom 19-09-2018

Der Jingle kennt jeder. Auch im Hadamarer Stadtteil Oberzeuzheim. Einen Ton rauf, ein paar Töne runter. Die Melodie wird gefällig umspielt und mehrmals wiederholt. So klingt die Erkennungsmusik der Kreissparkasse. Das Besondere an ihrem Klang in Oberzeuzheim sowie in ein paar anderen Ortsteilen des Landkreises ist, dass der Jingle hier nicht aus dem Radio oder Fernseher kommt, sondern aus dem Lautsprecher des signalroten Busses der Kreissparkasse. Sechs Haltestellen fährt das KSK-Mobil an. An jedem Standort kündigt es sich mit dem Jingle an. Ein bisschen erinnert diese Einfahrt an früher, an den Eiermann oder Brotverkäufer, der die Schelle schwang, um seine Ankunft anzukündigen.

Am Steuer des Sparkassen-Mobils sitzt Stefan Fischer, 51 Jahre alt und seit sehr vielen Jahren Bankkaufmann. Zuletzt leitete er die KSK-Filiale in Niederhadamar. Seit etwa zwei Jahren ist er mit dem Bus unterwegs und fährt all jene Standorte an, an denen das Kreditinstitut keine Filialen oder Zweigstellen mehr unterhält. Eine Niederlassung zu unterhalten und täglich ein paar Stunden den Schalterraum zu öffnen lohne sich nicht überall, sagt KSK-Vorstandsmitglied Mario Rohrer. Diese Erfahrung hat nicht nur der Vorstand des Kreditinstituts gemacht. Das gilt auch für Bäcker, Metzger oder die Post. Auch die sind längst nicht mehr überall präsent. Nur sind die Kunden natürlich trotzdem da – und haben ein Recht auf Betreuung und Beratung, jedenfalls in Finanzangelegenheiten, macht Mario Rohrer deutlich. Diesen Service zu bieten „ist unser Auftrag“, betont Rohrer. Dem komme man nach. Mit Erfolg. Rund 750 Bestandskunden nehmen das Angebot jede Woche an. Dazu kommen noch Kunden, die unterwegs sind und im Sparkassenbus spontan Geld abheben oder Überweisungen tätigen. Alle Altersgruppen sind vertreten.

Modernster Standard

Vor vier Jahren beschloss die Sparkasse, den Bus durch den Kreis zu schicken. Mittlerweile ist das Fahrzeug 13 000 bis 14 000 Kilometer im Jahr unterwegs; drei- bis viermal hält der Bus jede Woche in den einzelnen Orten. Die Standdauer des 7,5-Tonners liegt bei fünf Stunden. Sicherheitsrisiken gibt es nicht. Der gesamte acht Meter lange Bus entspricht modernsten technischen Standards, sagt Bankkaufmann Fischer.

Grundsätzlich sind alle Bankgeschäfte im roten KSK-Bus möglich. Einzahlen, auszahlen, überweisen, Kontostand abfragen, Kredit- oder Anlageanfragen stellen. Sogar eine Besprechungsecke, die mit einer Schiebetür abgetrennt werden kann, ist eingerichtet. Diskretion ist wichtig, auch unterwegs. Dem kleinen Schalter im Innenraum des Fahrzeugs gegenüber stehen ein Kontoauszugsdrucker sowie ein Überweisungs- und Zahlungsverkehrs-Terminal. Und die werden intensiv genutzt.

In Oberzeuzheim zum Beispiel von Sabine Enk, die an diesem Nachmittag in den Bus klettert, um ihre Geldgeschäfte zu erledigen. Besonders praktisch für sie ist, dass die mobile Kreissparkasse direkt vor ihrem Café und Imbiss hält. Praktisch sei das Angebot aber auch für ihre Kunden, berichtet sie. Denn die treffen sich an den KSK-Tagen in ihrem Café und warten auf die rollende Geldbüchse. Der Service-Gedanke stehe im Vordergrund, stellt Bankkaufmann Stefan Fischer klar. Deshalb sei es selbstverständlich, dass er beispielsweise Kunden, die nicht mehr so geschwind die Stufen in den Bus springen können wie Sabine Enk, den Arm reicht. Auch das wirkt ein wenig altmodisch. So wie der Jingle, mit dem sich die mobile Sparkasse durch den Landkreis bimmelt.

 

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