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Finanztest: Banking-App der Sparkasse ist Testsieger

eingestellt von Anita Sahi am 21. September 2018

Quelle BR24

Finanztest: Die meisten Banking-Apps können überzeugen

40 Banking-Programme hat die Zeitschrift Finanztest unter die Lupe genommen, das Ergebnis: Entwarnung beim Thema Sicherheit. Wer keine Probleme damit hat, Bankgeschäfte zu Hause am PC zu erledigen, der braucht sich auch bei Banking-Apps keine Gedanken zu machen. Finanztest-Autor Timo Halbe: „Banking per Handy ist genauso sicher, wie das Onlinebanking, es werden die gleichen Verbindungen hergestellt.“ Nutzer sollten lediglich ein paar zusätzliche Dinge beachten, dazu gehört: Das Betriebssystem und die App aktuell halten, die Überweisungen nicht im öffentlichen W-LAN tätigen und die App mit einem guten Passwort von mindestens acht Stellen schützen.

Eine gute Banking-App bietet viele Funktionen

Um die Sicherheit der Apps zu prüfen, hat Finanztest versucht, mit gezielten Angriffen, Daten aus Überweisungen, wie Geldbeträge, Empfänger oder IBANs zu ergattern. Es gelang bei keinem der untersuchten Programme. Doch nicht nur die Sicherheit war den Testern wichtig, sondern auch der Funktionsumfang. „Eine gute Banking-App sollte die Möglichkeit bieten Umsätze und Kontostände abzufragen und diese zu filtern, sodass man zum Beispiel einen bestimmten Betrag wiederfindet“, so Timo Halbe. Zudem sollte eine gute Banking-App auch Hilfsmittel für eine einfache Überweisung bieten, indem z.B. durch eine Fotoüberweisung die Eingabe der Daten erleichtert wird. Hierzu muss man nur die Rechnung abfotografieren und ein Algorithmus liest dann aus, welche Daten relevant sind, sprich: IBAN und Empfänger.

Testsieger: Die Sparkassen-App

Von den etwa 40 Apps, die Warentest untersucht hat, hat sich dabei eine besonders hervorgetan: Die Sparkassen-App. Denn die kann nicht nur Fotoüberweisungen, sondern liest sogar Überweisungsdaten aus Rechnungen aus, die man per Mail als PDF bekommen hat. Wichtig: Um die Sparkassen-App nutzen zu können muss man nicht unbedingt Kunde bei der Sparkasse sein. Viele Apps sind inzwischen multibankingfähig, das heißt, man kann mit einem Programm mehrere Konten auch von verschiedenen Banken managen.

Banking Apps sind neugierig

Besonders schlecht abgeschnitten hat übrigens die App der Postbank, hier fehlten viele der praktischen Funktionen. Außerdem waren in der Android Version Überweisungen ins Euro-Ausland nicht möglich. Und noch ein allgemeiner Wermutstropfen bleibt: nicht wirklich herausfinden konnten die Tester, was die kleinen Programme mit den persönlichen Daten so alles anstellen. Bei neun Apps wurde das Datenverhalten immerhin als kritisch bewertet, da sie beispielsweise Daten versenden, die eigentlich für die Abwicklung des Zahlungsverkehrs unerheblich sind, etwa Geräteinfomationen, mit deren Hilfe das Gerät eindeutig identifiziert werden kann. Und so bleibt es am Ende jedem Nutzer selbst überlassen, sich zu überlegen, ob der App-Anbieter mit seinen Daten schon sauber umgehen wird… oder eben nicht.

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