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3. Platz beim Digitalisierungspreis 2016

Pressemitteilung

NNP von JOACHIM HEIDERSDORF

MOBA hat ein System entwickelt, das den Straßenbau revolutieren könnte. Dafür ist das Limburger Unternehmen gestern Abend auf dem Jahresempfang der Industrie- und Handelskammer mit dem Digatilisierungspreis der IHK ausgezeichnet worden.

 

Limburg. Global aktiv zu sein, reicht für Unternehmen längst nicht mehr aus. Sie müssen digital voran und neue Wege gehen, um in Zukunft bestehen zu können. Und was für Firmen gilt, trifft nach Meinung von Günther Oettinger für alle Menschen zu. Der aus Brüssel angereiste EU-Kommissar für digitale Wirtschaft und Gesellschaft regte gestern Abend auf dem Jahresempfang der Limburger Industrie und Handelskammer (IHK) an, dass alle in Grundkursen mit der modernen Technik vertraut gemacht werden müssten. Die Limburger „MOBA Mobile Automation AG“ ist schon viele Schritte weiter. Für seine innovativen und umsetzbaren Ideen ist das Unternehmen mit dem erstmals vergebenen Digitalisierungspreis der IHK Limburg ausgezeichnet worden. MOBA hat ein bislang weltweit einzigartiges System erfunden, das den Straßenbau revolutionieren könnte, sagte IHK-Präsident Ulrich Heep vor rund 400 Gästen aus der Wirtschaft und dem öffentlichen Leben in der Limburger Stadthalle. Dr. Holger Barthel, MOBA-Vorstand Produktion und Logistik, erklärte den Hintergrund: Wenn der Asphalt in der richtigen Temperatur eingebaut werde, könnten Straßen viel länger halten. Produktmanager Marcus Watermann habe ein Verfahren entwickelt, das den optimalen Wert berechne. Entscheidend sei dabei die Auswertung, Darstellung und Nutzung der gewonnenen Daten, um den Prozess direkt und in Echtzeit zu optimieren.

Limtronik und KSK Vorreiter

 

Mit der Preisverleihung schloss die IHK ihre Kampagne unter dem Motto „Wirtschaft digital. Grenzenlos.  Chancenreich“ ab, die in den beiden vergangenen Jahren den Schwerpunkt der Arbeit bildete. Das Thema wird freilich nicht nur die Kammer weiter beschäftigen. Laut Heep hat die IHK die besten Ideen und Digitalisierungslösungen im Kammerbezirk gesucht, um anderen Firmen zu zeigen, welche Möglichkeiten für die notwendige Digitalisierung der Wirtschaft bestehen, und sie zur Nachahmung zu animieren. Elf Unternehmen aus dem IHK-Bezirk Limburg hatten sich beworben, die Entscheidung der Jury fiel einstimmig. Hinter der MOBA Mobile Automation AG kam mit der Limburger Limtronik GmbH ein Vorzeigeunternehmen für die Industrie 4.0 auf den zweiten Platz. Dessen „Smart Electronic Factory“ mache Industrie 4.0 real erlebbar, sagte Heep. Die Limtronik Lösungen für den Mittelstand hätten weit über die Region hinaus Beachtung gefunden.

 

Den dritten Rang erreichte die Kreissparkasse Limburg. Mit neuen digitalen Optionen hat die Bank die Angebote für Kunden, die Arbeitsweise der Mitarbeiter und die Prozesse grundlegend erneuert. Heep hob besonders die Kundenkommunikation per WhatsApp und die Möglichkeit der Online-Videoberatung hervor.

 

Damit die Sieger eine große Bühne und einen prominenten Gratulanten hatten, hatte die IHK ihren Jahresempfang –sonst immer am ersten Dienstag im Dezember – eigens vorverlegt. Als zuständiger Kommissar der Europäischen Union (EU) warb Oettinger in seiner weitgehend frei gehaltenen Rede leidenschaftlich für die digitale Revolution. D er Begriff zieht sich nach seinen Angaben durch alle Sektoren der Wirtschaft und der Gesellschaft. Zu wenig IT-Spezialisten Anhand der vielen Funklöcher machte der 63-Jährige deutlich, wie dringend der Ausbau der digitalen Infrastruktur ist. „Es geht nicht darum, die Leistungsfähigkeit von drei auf 300 Megabit zu steigern“, erläuterte der CDU Politiker. Nötig sind 1000 und mehr.“ Und weiter: „Wir brauchen mehr Satelliten, Kabel und vor allem Glasfaser in jedem Gebäude.“ Dieses Kriterium sei für den Wert einer Immobilie künftig bedeutender als der Standort, Investitionen in die digitale Infrastruktur

 

Wichtiger als in jeden anderen Wirtschaftszweig. Die Höhe der erforderlichen Ausgaben in der EU bezifferte der Kommissar auf rund 500 Milliarden Euro. Mit Geld allein ist es nach seinen Worten natürlich nicht getan. Kurz- und mittelfristig fehlten mehr als 100000 zusätzliche IT-Spezialisten, rechnete Oettinger vor. Die Universitäten würden aber nur halb so viele ausbilden. „Ich verstehe nicht, warum so wenige junge Menschen ihr Hobby zum Beruf machen wollen“, sagte der Festredner. „Das wäre fast eine Garantie für die Karriere.“ Der ehemalige Ministerpräsident von Baden-Württemberg bezeichnete Daten als den Rohstoff von morgen. Datensicherheit werde bald noch wichtiger sein als Datenschutz. „Sensible Achillesfersen der Wirtschaft“ wie die Stromversorgung könnten am einfachsten im weltweiten Netz lahmgelegt werden. In puncto Cyber-Kriminalität sei man noch viel zu fahrlässig.

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